Ikonta 521/16

wieso sind berufsfotografen meist männlich?

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Der Beruf des Fotografen gilt immer noch als Männerberuf. Natürlich gibt es auch jede Menge weibliche Fotografinnen, die mit der Kamera ihr täglich Brot verdienen. Aber schaut man sich mal in den Fotografiezeitschriften und den elektronischen Medien um, überwiegt doch (zumindest gefühlt) der männliche Teil. Warum ist das eigentlich so?

Wird nicht eigentlich das weibliche Geschlecht als das kreativere angesehen und haben nicht eigentlich eher die Frauen einen Sinn für Ästhetik?! Das ist natürlich nicht absolut gemeint, Ausnahmen gibt es doch überall, jedoch nur dort wo es auch Regeln gibt.

Liegt es daran, das eine Kamera, insbesondere wenn man sie mit all ihrem Zubehör betrachtet, etwas Technisches ist? Auch in der IT-Welt dominiert schließlich auch immer noch das männliche Geschlecht.

Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Fotografie in der Regel als Freiberufler ausgeübt wird und je nach Genre eine erhöhten Reisebereitschaft erfordert? Immerhin ist es doch auch heute noch meist die Frau, die sich um Familie und Kinder kümmert – auch wenn da definitiv der Mann eine immer größere Rolle einnimmt. Aber zumindest scheint es bei den lokalen Ladenfotografen doch recht ausgewogen zuzugehen – das ist jedoch nur mein Gefühl.

Ebenfalls nur gefühlt: Der Anteil der Hobbyfotografen scheint ebenfalls eher männlich zu sein. Auch hier die Frage – liegt es daran, es sich hier um ein Stück Technik handelt oder sind den Frauen Schuhe wichtiger und für schöne Motive muss das Smartphone ausreichen?

Beziehe ich die Fragen auf meinen kleinen Kosmos, ist ganz klar zu sagen: Den Mann interessiert mehr der technische Part (Kameratechnologien, Kameraeinstellungen) und die Frau (ich) interessiert mehr künstlerische Teil. Er kann schon mal ein Motiv verpassen, dafür ist die Kamera nach Minuten irgendwann perfekt eingestellt. Sie drückt lieber schneller und definitiv auch öfter auf den Auslöser, dafür reicht aber auch die Halbautomatik (in der Regel Blendenvorauswahl) und der Rest wird am Computer gerichtet. Er: wenn das Motiv nicht perfekt eingefangen wird, braucht man es auch nicht. Sie: Besser das Motiv halberwegs im Kasten als gar nicht.

Das soll jedoch nicht heißen, dass jedes seiner Bilder perfekt ist (höchst wahrscheinlich aber zumindest gut belichtet und nicht verwackelt) und auch nicht, dass ich mir (wenn es das Motiv hergibt) niemals die Zeit nehme, um die Kamera vor der Auslösung optimal einzustellen. 🙂


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